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BMD-Export: eigene Konten pro Kategorie zuordnen

Zusammenfassung

Zedl unterstützt ab sofort eigene BMD-Kontenzuordnungen pro Belegkategorie. In den Einstellungen lassen sich für jede Kategorie ein BMD-Konto und ein BMD-Gegenkonto hinterlegen. Der BMD-Export verwendet dann automatisch die hinterlegten Konten statt der bisherigen Standardwerte. Kategorien ohne eigene Zuordnung fallen weiterhin auf die bewährten Defaults zurück. Damit passt sich der Export an den individuellen Kontenplan jeder Kanzlei an, ohne dass am BMD-Format selbst etwas geändert wird.

So richtest du eigene BMD-Konten in Zedl ein

In den Einstellungen unter Kategorie-Verwaltung gibt es einen neuen Schalter: BMD-Konten zuordnen. Sobald er aktiviert ist, erscheinen bei jeder Kategorie zwei zusätzliche Felder:

  • BMD-Konto: das Konto, auf das Belege dieser Kategorie im Export gebucht werden
  • BMD-Gegenkonto: die Gegenseite der Buchung, typischerweise ein Aufwands- oder Erlöskonto

Eigene BMD Konten

Beide Felder sind optional. Wenn du nichts einträgst, verwendet Zedl weiterhin die bisherigen Standardkonten. Trägst du eigene Werte ein, werden diese beim nächsten BMD-Export automatisch verwendet, für jeden Beleg, der dieser Kategorie zugeordnet ist.

Im Beleg-Detail siehst du die aufgelösten Konten auf einen Blick: welches BMD-Konto und Gegenkonto für diesen konkreten Beleg greifen würden. So erkennst du vor dem Export, ob die Zuordnung stimmt.

Warum jede Kanzlei andere Konten braucht

In der doppelten Buchhaltung hat jede Buchung zwei Seiten: ein Konto und ein Gegenkonto. Das klingt einfach, aber in der Praxis arbeitet jede Steuerberatungskanzlei mit einem eigenen Kontenplan. Eine Telefonrechnung landet bei der einen Kanzlei auf Konto 7389, bei der anderen auf 7340. Büromaterial kann 7600 sein oder 7050. Werbung 7655 oder 7660.

Bisher hat Zedl im BMD-Export mit sinnvollen Standardkonten gearbeitet, Werte, die für die meisten Fälle passen. Aber „die meisten Fälle" reicht nicht, wenn der Steuerberater den Import öffnet und die Kontonummern nicht zu seinem System passen. Dann muss manuell nachgebucht werden, und genau das soll Zedl verhindern.

Die Lösung liegt auf der Ebene der Kategorien. Jeder Beleg in Zedl hat genau eine Kategorie: Telefon, Büromaterial, Werbung, Miete. Und jede Kanzlei hat für diese Kategorien eigene Kontonummern. Die Verbindung dieser beiden Welten ist das, was dieses Feature leistet.

Wie es dazu kam: ein Anruf

Einer unserer Kunden, ein Handwerksbetrieb in Wien, nutzt Zedl für die tägliche Belegverwaltung und den BMD-Export an die Steuerberatung. Die zuständige Mitarbeiterin hat uns kontaktiert und das Problem klar formuliert: Die Kontonummern im Export stimmen nicht mit dem Kontenplan der Kanzlei überein.

Sie hat uns eine Übersicht geschickt: eine Liste mit Lieferanten, Konten und Gegenkonten, wie sie in ihrer Buchhaltung tatsächlich verwendet werden. Beim Analysieren dieser Daten wurde schnell deutlich, dass eine Zuordnung auf Lieferantenebene nicht tragfähig wäre. Derselbe Lieferant kann je nach Rechnungsinhalt auf unterschiedliche Konten gebucht werden: eine Amazon-Rechnung für Büromaterial gehört buchhalterisch auf ein anderes Konto als eine für Technik. Dazu kommen Sammelpositionen für seltene Lieferanten, die ohnehin keinem festen Konto zugeordnet sind.

Die robustere Lösung ist die Zuordnung pro Kategorie. Die Kategorie beschreibt den buchhalterischen Charakter eines Belegs, nicht den Absender. Und genau dieser Charakter bestimmt in der doppelten Buchhaltung, welches Konto zum Einsatz kommt.

Wir haben der Kundin diesen Ansatz vorgeschlagen. Sie hat sofort zugestimmt. Jetzt profitieren alle Zedl Nutzer davon.

Wer davon profitiert

  • Selbstständige und EPUs in Österreich, deren Steuerberater mit BMD arbeitet und einen eigenen Kontenplan verwendet
  • Kanzleien mit mandantenspezifischen Kontenzuordnungen, die den Import ohne manuelle Nacharbeit direkt übernehmen wollen
  • Nutzer, die bereits Kategorien in Zedl verwenden: die Kontenzuordnung baut direkt auf der bestehenden Kategorisierung auf, kein zusätzlicher Schritt nötig
  • Betriebe mit vielen verschiedenen Belegarten, bei denen die Standardkonten nicht für jede Kategorie passen

Häufige Fragen

Muss ich für jede Kategorie eigene Konten hinterlegen? Nein. Die Felder sind optional. Kategorien ohne eigene Kontenzuordnung verwenden weiterhin die bisherigen Standardwerte. Du kannst mit einer einzigen Kategorie anfangen und bei Bedarf weitere anpassen.

Was passiert, wenn ich die Kategorie eines Belegs ändere? Der nächste BMD-Export verwendet automatisch die Konten der neuen Kategorie. Es gibt keinen zusätzlichen Schritt, die Zuordnung folgt immer der aktuellen Kategorisierung.

Wo sehe ich, welche Konten für einen Beleg gelten? In der Detailansicht jedes Belegs werden die aufgelösten BMD-Konten angezeigt. So erkennst du vor dem Export, ob die richtige Zuordnung greift.

Können verschiedene Steuerberater unterschiedliche Konten brauchen? Ja, und genau deshalb gibt es dieses Feature. Jeder Kontenplan ist individuell. In Zedl lassen sich die Konten pro Kategorie so einstellen, wie es die eigene Kanzlei braucht.

Ändert sich das BMD-Exportformat dadurch? Nein. Das Format der Exportdatei bleibt identisch, es ändern sich nur die Werte in den Konto- und Gegenkonto-Spalten. Ein bestehender Import-Workflow in BMD NTCS funktioniert weiterhin ohne Anpassung.

Was ist, wenn ich den Schalter nicht aktiviere? Dann ändert sich nichts. Der BMD-Export funktioniert wie bisher mit den Standardkonten. Das Feature ist vollständig optional.

Kann ich Konten auch pro Lieferant zuordnen? Aktuell nur pro Kategorie. Das ist eine bewusste Entscheidung: Die Kategorie beschreibt den buchhalterischen Charakter eines Belegs zuverlässiger als der Lieferantenname. Ein Lieferant wie Amazon kann für Büromaterial, Technik oder Werbung stehen, das richtige Konto hängt vom Inhalt ab, nicht vom Absender.

Welche Werte darf ich in die Kontofelder eingeben? Numerische Kontonummern, z.B. 7389 oder 300000. Keine Buchstaben, Sonderzeichen oder mehrere Werte in einem Feld.

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